AWO Kreisverband Bernau e.V.

Regenbogen
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Informationen

#Historie #Soziales

30 Jahre für Sie da!

Nach dem Fall der Mauer trafen sich die Landes- und Bezirksverbände der AWO aus ganz Deutschland zu einem Bundestreffen am 10. November 1990 in Berlin und beschlossen ihre Zusammenarbeit und Mitgliedschaft im Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt. Seit 1933 war die Arbeit der AWO in Ostdeutschland verboten, weil deren richtungsweisende Grundsätze: Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit weder von der Nazi-Ideologie noch von der SED geduldet wurden.

Anfang 1991 fanden sich in Bernau sieben Männer und Frauen - Klaus-Peter Jonas, Inge Jonas, Gudrun Jebens, Renate Gierke, Margit Berg, Wolfgang Spreu und Eckhard Illge - die als dringendes Problem die Notwendigkeit der Fortführung der Hauskrankenpflege erkannten, nachdem zum Ende des Jahres 1990 alle Gemeindeschwestern vom Krankenhaus entlassen worden waren und zum damaligen Zeitpunkt weder die bereits tätige Diakonie noch das Rote Kreuz die Schwestern übernehmen wollten.

Nach Gesprächen mit Westberliner AWO-Vertretern und der Klärung von finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten wurde dann am 23.03.1991 der AWO-Kreisverband Bernau e.V. gegründet und als erste Tat konnten die 10 entlassenen Gemeindeschwestern wiedereingestellt und die Hauskrankenpflege neu organisiert werden.

Der Kreisverband vergrößerte seinen Aufgabenbereich zügig in den darauffolgenden Jahren. Es kamen in Bernau 1992 die Kita „Regenbogen“, 1993 die Kita „Pusteblume“ in Wandlitz, 1996 die Kita „Kinderland“, die Sprachheilkita in Eberswalde und 1997 die Kita „Traumland“ in Schönwalde dazu, ebenso wie 1998 die Sonderkita „Rappelkiste“ in Bernau-Friedenstal. 1992 gründete sich der Betreuungsverein, der volljährigen Menschen, die ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können, mit Rat und Tat zur Seite steht.

Neben einer Frühförder- und Beratungsstelle für Kleinkinder, seit 1996 in Eberswalde und Bernau in Trägerschaft der AWO Bernau, gibt es seit 1992 eine Erziehungs- und Familienberatung zur Bewältigung von Problemen in Bernau und Eberswalde. Eine Schuldner- und Insolvenzberatung seit 1993 ergänzt das Programm ebenso wie der ambulante Pflegedienst, der aus den Schwestern der Hauskrankenpflege hervorgegangen ist.

Seit 2001 hat die AWO Bernau die Jugendarbeit in der Gemeinde Ahrensfelde sukzessive aufgebaut. Zusammen mit drei Fachkräften der Jugendförderung gestaltet und ermöglicht die Jugendkoordination Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit in den vier Jugendclubs (Ahrensfelde, Eiche, Lindenberg, Blumberg) und realisiert vielfältige Projekte mit und für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde.
​Zwischen 1999 und 2017 hat die AWO Bernau viele Jugendliche mit einer Jugendfeier auf dem Weg zum Erwachsen werden begleitet.

2006 konnte auf dem eigenen Grundstück in der Weinbergstraße in Bernau ein Altenpflegeheim für 60 Bewohner in Betrieb gehen, welches das sogenannte Hausgemeinschaftsprinzip verfolgt. Das heißt, die Bewohner einer Etage, max. 10 Personen, haben eine Gemeinschaftsküche und ein gemeinsames Wohnzimmer, in dem sie sich täglich aufhalten können, sofern sie dies wünschen. Dies wirkt der Einsamkeit und der Demenz entgegen.

2008 konnte die AWO ein ebenerdiges Gebäude an der Stadtmauer in Bernau anmieten und zu einem Veranstaltungstreff umbauen, der bisher zu vielerlei Veranstaltungen genutzt wurde, weil er zentral liegt und sich dadurch großer Beliebtheit erfreut. Dort befindet sich seitdem ein Standort der Kontakt – und Begegnungsstätte und der AWO-Treff. Er ist auch der Treffpunkt für den Bernauer AWO Ortsverein. Daneben gibt es weitere selbstständige AWO Ortsvereine in Panketal, Wandlitz und Basdorf mit insgesamt ca. 520 Mitgliedern, die vom AWO Kreisverband Bernau betreut und unterstützt werden. Seit 2015 gibt es in Panketal eine Tagespflege für 12 Personen.

Alle unsere Einrichtungen erfreuen sich bis heute einer hohen Nachfage. Weil alle diese Aufgaben auch viel Koordination und Arbeitsplätze erfordern, konnte die AWO Bernau 2018 das ehemalige Geschäftsgebäude von EON-Edis in der Liekobschen Str. 5 im Gewerbegebiet Schönow erwerben und für ihre Zwecke geringfügig umbauen. Dort konnte auch der ambulante Pflegedienst einziehen.

Für Menschen mit einer psychischen Erkrankung gibt es seit 2000 in der Dezentralen Wohnstätte in Eberswalde einen Anlaufpunkt. Im heutigen AWO Quartier „Am Heidewald“ werden verschiedene Angebote, wie das Trainingswohnen oder Ambulant betreutes Wohnen unter einem Dach gebündelt. Im ambulanten Bereich bietet die AWO Bernau im Landkreis Barnim Ambulante Unterstützung für Menschen mit Behinderungen an.

Heute beschäftigt der Kreisverband ca. 300 Hauptamtliche und ist damit einer der großen Arbeitgeber im Landkreis. Mit diesem dargestellten Engagement ist der AWO Kreisverband Bernau e. V. in den letzten 30 Jahren zu einem wichtigen Träger der Sozialarbeit geworden, mit dem Ziel, die in jeder Gesellschaft vorhandenen Probleme und Mängel zu minimieren und in einen besseren Zustand zu führen.

Seit letztem Jahr kooperiert der AWO Kreisverband Bernau e. V. mit dem AWO Kreisverband Eberswalde https://www.awo-eberswalde.de/ mit dem Ziel, Synergieeffekte zu nutzen und eventuell einen gemeinsamen AWO Kreisverband Barnim e.V. zu gründen.