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Informationen

Projekt Soziale Innovationen

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Das Projekt "Soziale Innovation" ist ein Entwicklungsprojekt mit dem Ziel, neue Ideen für die Beschäftigung von Menschen mit einer seelischen Behinderung zu entwickeln.

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Hintergrund

Im Landkreis Barnim wird es zunehmend schwieriger qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen und zu halten. In den ersten Branchen zeichnet sich ein dauerhafter Arbeitskräftemangel ab. Der demografische Wandel mit dem Rückgang und der Alterung der Bevölkerung in Kombination mit den abnehmenden Schülerzahlen trägt zur Verschärfung des Problems bei.
Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen, die auf Grund des demografischen Wandels entstehen, ist insbesondere auch die Daseinsvorsorge in ländlich geprägten Regionen vor große Herausforderungen gestellt. Unverzichtbare Leistungen wie die aktive Teilhabe im Alter sind wichtige Komponenten, die die Versorgungssituation in einer Region/Gemeinde bestimmen.

Der ökonomische Strukturwandel, der demografische Wandel und veränderte Lebensmodelle verstärken sich jedoch gegenseitig und führen in der Folge dazu, dass die Tragfähigkeit der Einrichtungen und Angebote in der bisherigen Form oft nicht mehr aufrechterhalten werden können und sich damit die Lebensbedingungen in den Regionen/Gemeinden nachhaltig verschlechtern. Die entstehenden Versorgungslücken, insbesondere auch im Bereich der Teilhabe von Älteren am gesellschaftlichen Leben, sind prekär. Aus diesem Grund müssen neue Angebotsstrukturen durch alternative und innovative Strukturen geschaffen werden.

Die Zahl der Menschen, die an einer seelischen Erkrankung oder Behinderung leiden, wächst.  Oft gehen sie auch mit einer Minderung der Leistungsfähigkeit im Arbeitsleben einher. Der Anteil psychischer und psychosomatischer Erkrankungen an der Frühinvalidität hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Insgesamt sind nur circa 15 Prozent der schwer und chronisch kranken Menschen, die von einer psychischen Krankheit betroffen sind, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt.

Alternativen für Menschen mit einer seelischen Behinderung, die den Leistungsanforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes nicht gerecht werden und trotzdem auf dem Arbeitsmarkt tätig sein möchten, gibt es fast ausschließlich nur in Form der „Werkstätten für behinderte Menschen“.

Im Hinblick auf die steigende Anzahl der Erwerbsminderungen auf Grund von psychischen Störungen ist es aus unserer Sicht nicht nur im Sinne der geforderten Inklusion für Menschen mit Behinderung notwendig diese in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren. Vielmehr muss das vorhandene Leistungspotential sowie die fachliche Qualifizierung dieser Menschen genutzt werden, um dem drohenden absinkenden Arbeitsvolumen auf Grund des demografischen Wandels entgegenzutreten.

Ziel des Projektes

Ausgehend von den geschilderten Sachverhalten ist es das Ziel, im Rahmen des Entwicklungsprojektes eine Machbarkeitsstudie umzusetzen. Diese soll Antwort auf folgende Frage geben:

Ist es möglich im Landkreis Barnim ein gemeinnütziges Begegnungs- und Beschäftigungszentrum im Bereich der Daseinsvorsorge zu gründen, dass durch Menschen mit einer seelischen Behinderung geführt wird und das gleichzeitig die Möglichkeit bietet den Übergang von einem geschützten Bereich in den ersten Arbeitsmarkt für diese Zielgruppe zu gestalten, zu steuern und zu begleiten?

Dabei gilt es folgende Hauptaspekte zu untersuchen:

1. Wie kann man ein Begegnungs- und Beschäftigungszentrum im Bereich der
Daseinsvorsorge als Arbeitsort für Menschen mit einer seelischen Behinderung 
unternehmerisch umsetzen?

2. Wo im Landkreis Barnim besteht Bedarf für ein Begegnungs- und
Beschäftigungszentrum im Bereich der Daseinsvorsorge?

3. Wie kann ein inklusives Beschäftigungsangebot für Menschen mit einer seelischen
Behinderung gestaltet werden, dass gleichzeitig eine entwicklungsorientierte Arbeit bietet und somit ggf. den Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht?

4. Sind regionale Unternehmen bereit Menschen mit einer seelischen Behinderung als
Fachkräfte einzustellen?

Kontakt

Projektleitung:
Frau Christine Baatz

Projektmitarbeiter:
Herr Marko Neumann
Frau Ulrike Volkmann

Telefon: 03338 39 19 - 37
[E-Mail anzeigen]

Bildquelle: mohammed Hassan auf Pixabay

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